Literatur - The Tribe
Eingeständnis
Er saß auf einer Lichtung im Wald. Er hatte den Kopf in den Nacken gelegt. Seine Gedanken schweiften in der Vergangenheit umher.
Er musste wieder daran denken, wie er Eagle rettet und gesund pflegte, wie er ihr alles nötige zum Überleben in der Natur beibrachte.
Und nun war sie wieder fort, verschwunden, wie ein Traum. Sie war wieder zurück zu ihren alten Stamm den Mallrats gegangen; mit diesem Bray,
den sie so sehr liebte.
Kalte Eifersucht stieg in ihm auf. Bray hatte es fertig gebracht ihm den Ring abzunehmen der Ring, den er einst von Amber bekommen hatte.
Eagle die ihm so viel bedeutete, die für ihn mehr war als nur eine gute Freundin; die mit ihrer ganzen Kraft, Energie und Freude, Anführerin
der Gians war. Sie gab so viel ihren Mitmenschen und nahm nichts dafür.
Seine Augen füllten sich langsam, beinahe schleichend mit Tränen. Hastig trocknete er seine feuchten Augen. Nein, er wollte nicht einer Frau
hinterher weinen, deren Herz schon bereits seid langer Zeit einem anderen gehörte. Einen, der ihr würdig war.
Brays Nähe tat ihr so gut, er freute sich für sie, aber wie gerne wäre er an seiner Stelle, aber an der Tatsache, dass sie Bray liebte,
konnte er nichts mehr ändern, sie hatte sich entschieden.
Plötzlich vernahm er ein Rascheln neben sich im Gebüsch, schnell fuhr er mit seinem Kopf herum. Gott sei Dank, es war nur ein Reh.
Ein Blick gegen de Himmel und er wusste, dass es mittlerweile Zeit geworden war wieder zurück zum Lager zugehen.
Dort erinnerte ihn, ohne dass er es wollte, so vieles an sie. Er musste sie vergessen, aber er wollte nicht, zumindestens jetzt noch nicht.
Er wollte nicht all die schönen Stunden vergessen, die er mit ihr in den wenigen Monaten verbracht hatte, ihr Lächeln, ihre ganze Art und
Weise, wie sie zuhören konnte, den Tribe führte.
Sie hatte in seinen Augen die Mutterrolle für die Kleineren im Stamm übernommen und für all diejenigen, die bereits etwas älter waren, war
sie eine gute, ehrliche und aufrichtige Freundin, der man nicht so leicht böse werden konnte. Oftmals führte sie ihm und den anderen Gians
die Wahrheit vor Augen, die Wahrheit, die so oft schmerzte, wie ein Schlag ins Gesicht.